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Infos über Haarseifen

Haarseifen bestehen, wie die normalen Seifen, die man zum Händewaschen oder Duschen nimmt, aus verschiedenen verseiften Ölen und Fetten. Silikone oder Tenside (waschaktive Substanzen) sucht man zumindest in meinen Seifen vergebens. Durch die Zusammensetzung verschiedener Öle und die verschiedenen Überfettungsgrade sind die Seifen alle sehr unterschiedlich und für verschiedene Haartypen geeignet. Jedoch kann man hier schwer allgemein gültige Aussagen treffen, welche Seife für welches Haar passt, da jedes Haar anders ist und anders reagiert. Hier hilft nur ausprobieren…
 
Inhaltsstoffe:
Zum größten Teil bestehen die Haarseifen aus verschiedenen Ölen und Fetten. Beigefügte Zitronensäure soll der befürchteten Kalkseife entgegen wirken, Tonerden können überschüssiges Fett aufnehmen und Seide, Milchprodukte, Kräuterextrakte, Bier, Kaffee… wirken in der Regel einfach pflegend und sollen die Haare glänzen lassen. Wichtig ist auch der Überfettungsgrad einer Haarseife – eine höhere Überfettung eignet sich eher für trockenes, eine niedrigere Überfettung eher für fettendes Haar. Wobei es auch hier Ausnahmen gibt und z. B. Menschen mit sehr fettendem Haar gut mit einer sehr hohen Überfettung der Seife klar kommen.
 
Wie finden Sie die richtige Haarseife?
Viele Schöpfe haben Glück und können ganz unkompliziert auf Haarseife umstellen, kommen mit vielen Seifen klar und haben gar keine Probleme. Es kann aber durchaus sein, dass Ihr Haar viel länger braucht und einige verschiedene Seifen getestet werden müssen, bis die richtige gefunden ist. Die Umstellung kann Wochen, sogar Monate dauern, bis sich das Haar an die neue Pflege gewöhnt hat. Dabei sollte man auch jeder einzelnen Seife Zeit geben und nicht nach den ersten Versuchen aufgeben. Im Grunde unterscheidet sich Haarseife hier gar nicht so sehr von den Shampoos – manchmal braucht man einfach einige Versuche mehr, um das richtige zu finden, genauso verhält es sich halt mit Seifen.
 
Handhabung der Haarseifen
Am einfachsten ist es wahrscheinlich, mit dem Seifenstück einfach über die Kopfhaut zu fahren, so den Schaum zu erzeugen und gut in das Haar einzumassieren. Man kann aber auch den Schaum mit den Händen erzeugen und dann auf den Kopf geben. In der Regel braucht man die Längen nicht einzuschäumen, hier reicht der Schaum, der beim Ausspülen runter läuft. Manchmal kann es sinnvoll sein die Haare mehrfach einzuschäumen, vor allem dann, wenn sie sich schwer und fettig anfühlen. Man erkennt es ganz gut an dem Schaum, bildet sich nicht genug, schäumt man ein zweites oder gar drittes Mal.
 
Nach dem Waschen sollte man die Haare sehr gründlich ausspülen. Eine anschließende Rinse soll für mehr Glanz und bessere Kämmbarkeit sorgen. In Gebieten mit sehr hartem Wasser kann sie auch dafür sorgen, dass die sogenannte „Kalkseife“ verhindert wird. „Kalkseife“ sind kleine flockige Partikel, die aussehen wie Schuppen. Ob eine Rinse notwendig ist, sollte man einfach ausprobieren.
 
Es gibt verschiedene Arten von Rinse:
Am einfachsten ist die kalte Rinse, hierzu spült man die Haare nach dem Ausspülen der Seife nochmals gründlich mit kaltem Wasser.
Und es gibt die Rinse mit Zitrone (am besten natürliche, notfalls tut es aber auch die Plastikzitrone aus dem Supermarkt) oder Essig: Hierzu gibt man 1-2 Esslöffel Zitronensaft oder Essig auf einen Liter kaltes Wasser und spült damit die Haare nochmals aus.
Welche die richtige ist, auch hier gilt es auszuprobieren.
 
Anschließende Pflege und Styling:
Nach der Benutzung von Haarseifen kann man seine Haare wie gewohnt pflegen und stylen, nur sollte darauf geachtet werden, dass die verwendeten Produkte keine Silikone enthalten. Silikone bilden einen Film auf den Haaren, der die Öle und somit die Pflege der Haarseifen nicht mehr an das Haar lassen würde.
 
Mögliche Probleme:
Kalkseife: Hier ist eine Rinse hilfreich. Bei sehr kalkhaltigem Wasser kann es auch sinnvoll sein, einen Entkalker in die Wasserleitung einzubauen.
Klätschigkeit (strähniges, beschwertes Haar): Am Anfang kann es sein, dass die Haare sich nach einer Wäsche mit Haarseife klätschig anfühlen. Manchmal reicht es, einfach ein bisschen Geduld aufzubringen und nach einigen Wäschen (oder Wochen) legt sich dies von allein wieder. Wichtig ist es auch, die Haare wirklich gründlich auszuspülen, verbleibender Schaum kann auch für die Klätschigkeit sorgen. Auch eine Rinse kann abhelfen, oder man schäumt sein Haar ein zweites oder drittes Mal ein. Sollte dies alles nicht helfen, benutzt man möglicherweise nicht die richtige Seife und sollte die nächste ausprobieren.
Haarstruktur: Möglicherweise stellen Sie nach einigen Wäschen mit Haarseife fest, dass Ihr Haar plötzlich kaputt oder trocken ist. Dies kann häufig der Fall sein, wenn vorher silikonhaltige Produkte verwendet wurden. Dieses Silikon legt sich um die Haare und lässt sie glänzend und gesund aussehen – was sich aber unter der Silikonschicht verbirgt, zeigt sich nicht. Bei der Verwendung von Haarseifen werden diese Silikone nach und nach abgewaschen und es zeigt sich die echte Struktur der Haare. Möglicherweise können Sie mit guter Pflege abhelfen, aber oftmals hilft nur, die Spitzen (oder Längen) abzuschneiden.
 
Ich wünsche Ihnen viel Freude an Ihren Haarseifen! Und denen, die nicht so ganz problemlos umstellen können, wünsche ich ganz viel Geduld und dass diese mit tollen Erfolgen gekrönt wird.
 
Herzlichst Ihre
Petra Mehlhose